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Softwaredefiniertes DCS-System für offene Industrieautomatisierung
Schneider Electric stellt EcoStruxure Foxboro Software Defined Automation vor, eine offene Plattform für verteilte Leitsysteme, die Hardware und Software entkoppelt und industrielle Abläufe modernisiert.
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Schneider Electric hat EcoStruxure Foxboro Software Defined Automation (SDA) angekündigt, ein softwaredefiniertes Distributed Control System (DCS), das eine offene Architektur einführt, um Flexibilität, Interoperabilität und Skalierbarkeit in industriellen Umgebungen zu erhöhen. Die Lösung kombiniert die technologische Basis des Foxboro-Systems mit Prinzipien offener Automatisierung, um Prozess- und Hybridindustrien bei der schrittweisen Modernisierung ihrer Anlagen zu unterstützen.
Entwicklung hin zu softwaredefinierter Automatisierung
Seit Jahrzehnten spielen Foxboro-DCS-Systeme eine zentrale Rolle bei der Steuerung komplexer industrieller Prozesse. Neue betriebliche Anforderungen — höhere Agilität, geringere Update-Kosten und vereinfachte regulatorische Compliance — treiben jedoch den Übergang zu flexibleren Architekturen voran. EcoStruxure Foxboro SDA verfolgt einen softwaredefinierten Ansatz, der Software von Hardware entkoppelt und Modernisierungen ermöglicht, ohne bestehende Infrastrukturen vollständig ersetzen zu müssen.
Laut einer globalen Studie von Schneider Electric in Zusammenarbeit mit Omdia verursachen geschlossene Systeme bei mittelständischen Industrieunternehmen Kosten in Höhe von bis zu 7,5 % des Jahresumsatzes durch Stillstandszeiten, Ineffizienzen und Anpassungen zur Einhaltung von Vorschriften. Das neue System soll diese Herausforderungen durch offene Standards und Interoperabilität reduzieren.
Offene Architektur und IT/OT-Konvergenz
Foxboro SDA basiert auf einer offenen Architektur, die Herstellerunabhängigkeit und Integration mit unterschiedlichen Plattformen ermöglicht und so die Weiterentwicklung von Anlagen vereinfacht. Nach „Secure-by-Design“-Prinzipien entwickelt und gemäß IEC 62443-3-3 zertifiziert, ist das System für die Konvergenz von IT- und OT-Technologien sowie für die Integration von künstlicher Intelligenz, Machine Learning und autonomen Betriebsmodellen ausgelegt.
Die Plattform nutzt EcoStruxure Automation Expert (EAE) und ermöglicht schnelle Implementierungen, anwendungsspezifische Konfigurationen sowie eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Gleichzeitig wird digitale Kontinuität über den gesamten Lebenszyklus hinweg gewährleistet, indem Daten von der Planung über die Produktion bis zur Wartung verbunden bleiben.
Vereinfachte Abläufe und reduzierte Kosten
Die Entkopplung von Hardware und Software kann sowohl Investitionskosten (CapEx) als auch Betriebskosten (OpEx) reduzieren, indem technologische Obsoleszenz minimiert und vorausschauende Wartung erleichtert wird. Intuitive Konfigurationstools beschleunigen Implementierungen und reduzieren Stillstandszeiten, während Interoperabilität die Integration innerhalb der industriellen digitalen Lieferkette verbessert.
Die Lösung ermöglicht zudem die schrittweise Einführung neuer Funktionen, wodurch disruptive Systemwechsel vermieden und bestehende Automatisierungsinvestitionen geschützt werden.
Bedeutung für die industrielle digitale Transformation
EcoStruxure Foxboro SDA positioniert sich als datenorientierte Architektur zur Unterstützung agiler und resilienter Betriebsmodelle. Durch die Möglichkeit einer schrittweisen Modernisierung, IT/OT-Konvergenz und der Integration neuer Technologien wie Edge Computing, Advanced Analytics und autonome Systeme unterstützt die Plattform den Übergang zu Industrie-4.0-Modellen und flexibleren Energiesystemen.
Der softwaredefinierte Ansatz ermöglicht es Industrieunternehmen, ihre Steuerungssysteme zu skalieren und anzupassen, ohne von traditionellen Hardware-Upgrade-Zyklen abhängig zu sein, und fördert so eine kontinuierliche, zukunftsorientierte digitale Transformation.
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