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ABB aktualisiert verteiltes Leitsystem für Modernisierung
Neue Version bietet interoperable Konnektivität, Virtualisierung und getrennte Steuerungsarchitekturen zur Verbesserung des Lifecycle-Managements in Prozess- und Energieanwendungen.
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Industrielle Leitsysteme in Branchen wie Energie, Wasser, Öl und Gas, Pharma sowie Papier stehen unter dem Druck, modernisiert zu werden, ohne laufende Prozesse zu unterbrechen. In diesem Kontext hat ABB mit SPR2025 eine aktualisierte Version seines verteilten Leitsystems Symphony® Plus (DCS) vorgestellt, die schrittweise Upgrades und die Integration neuer digitaler Funktionen unterstützt.
Verbindung von Altsystemen mit modernen Architekturen
SPR2025 ist sowohl für bestehende Anlagen als auch für neue Installationen ausgelegt. Es ermöglicht die Migration von älteren Plattformen wie Harmony (INFI90), ohne die Betriebskontinuität zu beeinträchtigen. Funktionen wie Online-Updates, automatisierte Konvertierungstools und erweiterte Betriebssystemkompatibilität erlauben Modernisierungen ohne vollständigen Systemaustausch.
Die Unterstützung von Virtualisierung ermöglicht den Betrieb mehrerer Betriebssysteme innerhalb einer einheitlichen Umgebung und vereinfacht das Lifecycle-Management über IT- und OT-Ebenen hinweg. Dies ist besonders relevant für Anlagen, die sich in Richtung hybrider Architekturen innerhalb einer digitalen Lieferkette entwickeln.
Systemweite Konnektivität und Datenintegration
Das aktualisierte System integriert OPC UA über die gesamte Steuerungsarchitektur hinweg und ermöglicht eine standardisierte und sichere Kommunikation zwischen verteilten Komponenten. In Kombination mit einer Ethernet-basierten Backbone-Struktur wird ein höherer Datendurchsatz sowie eine konsistentere Integration von Feldgeräten erreicht.
Die Unterstützung intelligenter elektronischer Geräte (IEDs) verbessert die Interoperabilität mit moderner Instrumentierung und erlaubt es Betreibern, unterschiedliche Anlagenkomponenten in einer einheitlichen Systemumgebung zu integrieren und zu verwalten.
Trennung von Steuerungs- und Digitalebene
Eine zentrale Erweiterung in SPR2025 ist die Funktion Automation Extended, die eine Trennung zwischen Kernsteuerung und digitalen Anwendungen ermöglicht. Diese Architektur erlaubt den unabhängigen Betrieb von Analytik, Leistungsüberwachung und KI-gestützten Entscheidungswerkzeugen außerhalb der Steuerungsebene.
Durch diese Trennung bleibt die für die Prozesssteuerung erforderliche Zuverlässigkeit und Deterministik erhalten, während gleichzeitig datenbasierte Anwendungen integriert werden können. Dieser Ansatz entspricht modernen Industriearchitekturen, in denen Stabilität und digitale Innovation parallel umgesetzt werden.
Verbesserungen für effizienteres Lifecycle-Management
Mehrere Systemerweiterungen zielen darauf ab, Betriebsunterbrechungen zu reduzieren und die Wartbarkeit zu verbessern. Versionssynchronisierung und Online-Updates sorgen für einen planbaren Aktualisierungsprozess auf Systemebene und reduzieren Engineering-Aufwand sowie Stillstandszeiten.
Die Kompatibilität mit aktuellen Microsoft-Betriebssystemen und Virtualisierungsplattformen unterstützt eine langfristige Wartbarkeit. Verbesserte Geräteverwaltung über den Field Information Manager (FIM) optimiert Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung von Feldgeräten.
Erweiterte Netzwerkfunktionen, einschließlich zusätzlicher virtueller Anlagennetzwerkschnittstellen, ermöglichen flexiblere Systemkonfigurationen bei gleichzeitig reduziertem Hardwarebedarf.
Unterstützung schrittweiser Modernisierungsstrategien
Das System ermöglicht einen schrittweisen Übergang von Harmony-Rack-Systemen zur SDe-Serie, wobei automatisierte Tools bestehende Engineering-Daten und Konfigurationen übernehmen. Dies reduziert den Bedarf an vollständigen Neuentwicklungen und schützt bestehende Investitionen.
Durch die Kombination aus standardisierter Kommunikation, modularen Upgrades und der Trennung von Steuerungs- und Digitalfunktionen bietet die aktualisierte Plattform einen strukturierten Ansatz zur Modernisierung industrieller Leitsysteme bei gleichzeitiger Sicherstellung von Betriebskontinuität und Systemzuverlässigkeit.
Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
www.abb.com
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