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Wireless Distribution System Bridges für industrielle Netzwerkerweiterung
Antaira Technologies erklärt, wie WDS-Bridge-Architekturen eine skalierbare drahtlose Infrastruktur für industrielle Konnektivität in Fertigungsanlagen, Campusnetzwerken und abgelegenen Standorten ermöglichen.
www.antaira.com

Wireless Distribution System (WDS)-Bridges sind ein zentrales Architekturelement industrieller WLAN-Netzwerke. Sie ermöglichen die Verbindung mehrerer Access Points ohne kabelgebundenes Ethernet-Backbone. In Umgebungen wie Fertigungsanlagen, Logistikzentren oder Industriecampus erlaubt WDS-Bridging eine Erweiterung der Netzwerkabdeckung über große Flächen, ohne die Installationskomplexität physischer Verkabelung.
Der industrielle Netzwerkausrüster Antaira Technologies beschreibt WDS-Bridging als Methode, isolierte Access Points zu einer einheitlichen Netzwerkinfrastruktur zu verbinden, die verteilte industrielle Anwendungen und Datenaustausch unterstützt.
Warum industrielle Umgebungen WDS-Architekturen einsetzen
Industrielle Standorte stellen häufig physische Hindernisse dar, die den Aufbau klassischer Ethernet-Infrastrukturen erschweren oder verteuern. Produktionsanlagen, bewegliche Maschinen, offene Außenflächen oder mehrere Gebäude erschweren die Kabelverlegung und Wartung. In vielen Fällen würde die Installation kabelgebundener Verbindungen bauliche Eingriffe oder Betriebsunterbrechungen erfordern.
WDS-Bridging adressiert diese Herausforderungen, indem Access Points drahtlos miteinander kommunizieren und gleichzeitig die Verbindung zu einem zentralen kabelgebundenen Netzwerk aufrechterhalten. Dadurch lassen sich Netzwerke schneller bereitstellen und einfacher erweitern, wenn zusätzliche Abdeckungsbereiche benötigt werden.
Die Technologie wird seit den frühen Implementierungen des IEEE-802.11-Standards eingesetzt und bleibt eine wichtige Lösung für industrielle Konnektivitätsarchitekturen, die flexible Infrastrukturen erfordern.
Funktionsweise von WDS-Bridge-Netzwerken
In einer typischen WDS-Konfiguration fungiert ein Gerät als Haupt-Access-Point, der die Verbindung zwischen drahtloser Infrastruktur und kabelgebundenem Netzwerk herstellt. Weitere Access Points arbeiten als Relay-Stationen oder Remote-Basisstationen und leiten den Netzwerkverkehr zwischen angeschlossenen Geräten und dem zentralen Access Point weiter.
Beim Point-to-Point-Bridging verbinden zwei Access Points über Richtantennen zwei separate LAN-Segmente über Entfernungen, bei denen eine Verkabelung unpraktisch oder kostenintensiv wäre. Diese Konfiguration wird häufig eingesetzt, um Gebäude oder entfernte Anlagenbereiche miteinander zu verbinden.
Beim Point-to-Multipoint-Bridging verbindet ein zentraler Access Point mehrere entfernte Access Points gleichzeitig. Diese Struktur ermöglicht eine zentrale drahtlose Netzverteilung über große Industrieanlagen, Campusgelände oder weitläufige Außengelände.
Für eine stabile Kommunikation innerhalb eines WDS-Netzwerks müssen alle beteiligten Access Points identische Konfigurationsparameter verwenden. Dazu gehören Service Set Identifier (SSID), Funkkanal, Authentifizierungsmodus, Sicherheitseinstellungen und der LAN-IP-Subnetzbereich. Sowohl das 2,4-GHz- als auch das 5-GHz-Frequenzband unterstützen WDS-Bridging, wobei eine Verbindung jeweils innerhalb eines einzelnen Frequenzbandes betrieben wird.
Wichtige Aspekte beim Netzwerkdesign
Die Leistung eines WDS-Netzwerks hängt stark vom Systemdesign und der Positionierung der Access Points ab. Jeder zusätzliche Funk-Hop erhöht die Latenz und kann die Gesamtdatenrate reduzieren. Daher ist eine klare Sichtverbindung zwischen den Access Points ein wesentlicher Faktor für stabile und leistungsfähige Verbindungen.
Ein weiterer entscheidender Parameter ist die Sicherheitskonfiguration. Während ältere Installationen möglicherweise noch WEP-Verschlüsselung unterstützen, setzen moderne industrielle Netzwerke in der Regel auf WPA- oder WPA2-Authentifizierungsprotokolle, um Netzwerkzugriffe zu kontrollieren und kritische Infrastrukturen zu schützen.
Industrielle Hardware für WDS-Implementierungen
Antaira Technologies bietet drahtlose Netzwerkgeräte an, die für WDS-Bridge-Anwendungen in industriellen Umgebungen ausgelegt sind. Diese Plattformen unterstützen neben der Bridge-Funktion weitere Netzwerkfunktionen für unterschiedliche Einsatzszenarien.
Der AMY-5133-AC-PD ist ein kompakter 5-GHz-Wireless-Access-Point und Client-Bridge für grundlegende WDS-Bridging-Konfigurationen. Das Gerät unterstützt IEEE-802.11-Funkstandards und ist für Installationen vorgesehen, bei denen einfache Point-to-Point- oder Point-to-Multipoint-Verbindungen erforderlich sind.
Für komplexere Netzwerkinfrastrukturen integriert der ARX-7235-AC-PD-T mehrere Netzwerkfunktionen in einer Plattform. Das Gerät unterstützt Access-Point-Betrieb, Client-Verbindungen, Bridging, Repeating, Routing, Network Address Translation (NAT) sowie Virtual Private Networking (VPN). Basierend auf den IEEE-802.11a/b/g/n/ac-Standards ermöglicht das System drahtlose Datenübertragungsraten von bis zu 867 Mbit/s und ist für industrielle sowie Outdoor-Anwendungen ausgelegt.
Beide Geräte sind für den Einsatz unter industriellen Bedingungen entwickelt, bei denen Netzwerktechnik Temperaturschwankungen, Vibration, Feuchtigkeit und elektromagnetischen Störungen standhalten muss.
Einsatzbereiche in industriellen Kommunikationsnetzen
WDS-Bridge-Netzwerke werden in zahlreichen Branchen eingesetzt, die verteilte drahtlose Infrastruktur benötigen. Typische Anwendungen finden sich in der industriellen Automatisierung, in Logistik- und Lageranlagen, im Transportwesen sowie in Energie- und Versorgungsinfrastrukturen oder in der Öl- und Gasindustrie.
Durch die Möglichkeit, Netzwerkverbindungen über große physische Distanzen ohne umfangreiche Verkabelung bereitzustellen, unterstützt WDS-Technologie den flexiblen Ausbau industrieller Netzwerke und erleichtert die Integration von Maschinen, Sensoren und Steuerungssystemen in eine gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur.
Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani — KI-gestützt
www.antaira.com
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