automation-de.com
23
'26
Written on Modified on
HELMA automatisiert den Palettentransport mit mobilem Roboter im Lebensmittellager
Jungheinrich automatisiert wiederkehrende Palettentransportaufgaben bei HELMA mit einem einzelnen FTS und steigert so Effizienz und Zuverlässigkeit in den täglichen Intralogistikprozessen.
www.jungheinrich.co.uk

HELMA Kartoffelvertrieb ist ein Großhändler für Lebensmittel mit Sitz in Sittensen, der sich auf die Handhabung und den Vertrieb von Kartoffeln spezialisiert hat. In den Abfüll- und Lagerbereichen bewältigt das Unternehmen häufige Palettentransporte zwischen Produktion, Lager und Versand.
Um die Effizienz zu steigern und den manuellen Aufwand zu reduzieren, entschied sich HELMA, einen Teil seiner internen Transportprozesse zu automatisieren. Ziel war es, eine einfache und zuverlässige Automatisierungslösung einzuführen, die sofort messbare betriebliche Vorteile bietet und gleichzeitig skalierbar für zukünftige Erweiterungen bleibt.
Manueller Transport als Engpass im Tagesgeschäft
Vor der Automatisierung erfolgte der palettierte Transport zwischen Abfüllstationen, Lagerbereichen und Versand überwiegend manuell. Selbst über relativ kurze Distanzen führte dies zu Belastungsspitzen, eingeschränkter Transparenz und band Personal, das an anderer Stelle im Betrieb benötigt wurde.
HELMA konzentrierte sich daher zunächst auf die Automatisierung einer klar definierten und wiederkehrenden Transportaufgabe, um die Vorteile der Automatisierung zu evaluieren, ohne unnötige Komplexität einzuführen.
Mobiler Roboter für den Palettentransport
HELMA implementierte eine mobile Roboterlösung von Jungheinrich, die auf einem einzelnen fahrerlosen Transportfahrzeug (FTF) für den Palettenumschlag basiert. Das Fahrzeug bedient eine 120 Meter lange Transportstrecke, die Abfüllstationen, Fördertechnik, Blocklagerzonen und Versandbereiche miteinander verbindet.
Der mobile Roboter transportiert Paletten von Förderbändern oder bodennahen Übergabestationen zu zwei Blocklagerbereichen, bewegt Waren zwischen den Fördertechnik-Schnittstellen und versorgt den Abfüllprozess mit Leerpaletten. Durch die Integration dieser Aufgaben in einen automatisierten Ablauf etablierte HELMA einen stabilen und planbaren internen Transportprozess.
Einfache Systemintegration und Bedienung
Die Lösung wurde als Stand-alone-System implementiert und über eine dedizierte Schnittstelle an die bestehende Fördertechnik von HELMA angebunden. Sie wird mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben und verfügt über eine automatische Ladefunktion, die einen kontinuierlichen Betrieb ohne manuelle Eingriffe ermöglicht.
Eine webbasierte Logistikoberfläche dient zur Visualisierung und Steuerung der Transportaufträge. Mitarbeitende können Aufträge per Tablet starten, überwachen oder abbrechen, was den Schulungsaufwand reduziert und den täglichen Betrieb vereinfacht.
Laut Florian Brunkhorst, Head of IT bei HELMA, hat bereits ein einzelnes automatisiertes Fahrzeug zu einer spürbaren Vereinfachung beigetragen und gewährleistet gleichzeitig einen sicheren und zuverlässigen Palettentransport.
Skalierbare Basis für zukünftige Automatisierung
Das Projekt markiert den Einstieg von HELMA in den automatisierten innerbetrieblichen Transport. Mit dem Start mit einem mobilen Roboter und einem klar definierten Anwendungsfall hat das Unternehmen eine skalierbare Basis geschaffen, um die Automatisierung künftig auf weitere Materialflussprozesse auszuweiten.
Für HELMA zeigt die Lösung, wie eine gezielte Intralogistik-Automatisierung Effizienz und Transparenz in der Lebensmitteldistribution verbessern kann, ohne bestehende Abläufe zu beeinträchtigen. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt, wie modulare mobile Robotersysteme schrittweise eingeführt werden können und langfristige Automatisierungsstrategien in Lager- und Abfüllprozessen unterstützen.
www.jungheinrich.com

