automation-de.com
30
'26
Written on Modified on
Rockwell Automation ermöglicht präzise Verpackung für Orphea
Ein automatisiertes End-of-Line-System kombiniert Bildverarbeitung, Robotik und digitale Zwillinge, um empfindliche Produkte präzise zu handhaben und Durchsatz sowie Effizienz zu steigern.
www.rockwellautomation.com

Verpackungsautomatisierung, Konsumgüterfertigung und industrielle Steuerungssysteme treiben die Modernisierung von End-of-Line-Prozessen voran, da Orphea eine vollständig automatisierte Sekundärverpackungslösung unter Einsatz von Technologien von Rockwell Automation implementiert hat. Das System bewältigt die Komplexität der Handhabung empfindlicher, mit Parfüm imprägnierter Gewebeschutzprodukte und gewährleistet gleichzeitig Verpackungsqualität und Konsistenz.
Orphea, ein Schweizer Hersteller mit hohen Produktionsvolumina von Gewebeschutzblättern, sah sich aufgrund manueller Verpackung im letzten Produktionsschritt mit Einschränkungen konfrontiert. Dieser Schritt erforderte eine präzise Handhabung empfindlicher Materialien und hochwertiger Verpackungsformate, was einen Engpass darstellte, der die Skalierbarkeit begrenzte und das Risiko menschlicher Fehler erhöhte.
Automatisierung komplexer und empfindlicher Verpackungsprozesse
Die Herausforderung bestand darin, die Handhabung dünner, parfümierter Papierblätter zu automatisieren und sie in präzise gestaltete Verpackungen einzulegen, ohne die Produktpräsentation zu verändern. Der Prozess erforderte zudem Flexibilität, um verschiedene Produktgrößen und Verpackungsformate zu berücksichtigen.
Um dies zu bewältigen, entwickelte Vimco in Zusammenarbeit mit Orphea ein maßgeschneidertes zweistufiges End-of-Line-Verpackungssystem, das Komponenten von Rockwell Automation für Steuerung, Vernetzung und Bewegungspräzision integriert.
Die erste Stufe führt einzelne Gewebeblätter in dünne Kartonhüllen ein und ordnet sie in Kartons an. Die zweite Stufe verwendet ein automatisiertes Verpackungs- und Einschubsystem, um Kartons in vordefinierten Mengen zu gruppieren und in Schrumpffolie zu verpacken, wodurch sie für die Palettierung vorbereitet werden.
Integration von Bildverarbeitungssystemen und Bewegungssteuerung
Das System kombiniert mehrere Teilsysteme, darunter ein Bildverarbeitungssystem zur Erkennung von Produktpräsenz, Position und Größe sowie robotergestützte Handhabungseinheiten, die präzises Greifen und Platzieren ermöglichen. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Handhabung empfindlicher Materialien ohne Beschädigung.
Um die Synchronisation aller Komponenten sicherzustellen, nutzt die Plattform industrielle Ethernet-Vernetzung auf Basis verwalteter Switches, wodurch eine deterministische Kommunikation zwischen den Teilsystemen ermöglicht wird. Eine präzise Motorsteuerung wird durch fortschrittliche Antriebssysteme erreicht, die gleichmäßige Bewegungsprofile bei Hochgeschwindigkeitsbetrieb gewährleisten.
Digitale-Zwilling-Simulation zur Systemoptimierung
Vor der Inbetriebnahme wurde das System mithilfe von Digital-Twin-Software modelliert und getestet, um reale Betriebsbedingungen zu simulieren. Dadurch konnten Ingenieure Bewegungsabläufe validieren, den Durchsatz optimieren und die Koordination zwischen den Teilsystemen vor der Installation sicherstellen.
Dieser Ansatz reduziert die Inbetriebnahmezeit und minimiert betriebliche Risiken, insbesondere bei Systemen, in denen mehrere voneinander abhängige Komponenten präzise zusammenarbeiten müssen.
Verbesserung des Durchsatzes und Produktionsflexibilität
Das automatisierte System ermöglicht es Orphea, zwei separate Produktionslinien zu einer einzigen flexiblen Linie zusammenzuführen, die mehrere Produktformate verarbeiten kann. Dies wird durch dynamische Anpassung basierend auf der Erkennung der Produktgröße erreicht, wodurch ein nahtloser Wechsel ohne Unterbrechung der Produktion möglich ist.
Durch die Eliminierung der manuellen Sekundärverpackung wird ein zentraler Engpass beseitigt, was einen höheren Durchsatz und eine verbesserte Skalierbarkeit ermöglicht. Reduzierte Fehlerquoten tragen zudem zu geringerem Materialverbrauch und weniger Nacharbeitszyklen bei und verbessern so die Gesamteffizienz der Produktion.
Auswirkungen auf die Belegschaft und operative Skalierung
Der Übergang zur Automatisierung hat es den Bedienern ermöglicht, von manuellen Verpackungsaufgaben zu höherwertigen Tätigkeiten in der Systembedienung und -überwachung überzugehen. Dies entspricht breiteren Trends in der Fertigung, bei denen Automatisierung sowohl Produktivitätssteigerungen als auch die Weiterqualifizierung der Arbeitskräfte unterstützt.
Mit verbesserter Kontrolle über Geschwindigkeit, Kosten und Qualität bietet das System eine Grundlage für die Erweiterung von Produktlinien und die Steigerung der Produktionsvolumina bei gleichbleibenden Qualitätsstandards.
Bearbeitet von Natania Lyngdoh, Induportals Editor — Adaptiert durch KI.
www.rockwellautomation.com

