automation-de.com
08
'26
Written on Modified on
Schubert erweitert schaltschrankfreie Verpackungsmaschinenarchitektur
Die Antriebstechnik von Bosch Rexroth ermöglicht dezentrale Maschinenlayouts mit skalierbarer Servosteuerung, reduziertem Verkabelungsaufwand und Energierückspeisung.
www.boschrexroth.com

Hersteller von Verpackungsmaschinen überarbeiten zunehmend ihre Automatisierungsarchitekturen, um Modularität zu verbessern, den Platzbedarf zu reduzieren und die Erweiterung von Maschinen zu vereinfachen. In diesem Zusammenhang setzt die Gerhard Schubert GmbH bei ihrer neuen Generation modularer Verpackungsmaschinen auf die neueste Generation schaltschrankfreier Antriebstechnik von Bosch Rexroth.
Dezentrale Integration der Antriebstechnik in die Maschinenstruktur
Zentrale Schaltschränke erhöhen die Komplexität der Verkabelung und benötigen zusätzlichen Bauraum, was die Modularität von Maschinen einschränken kann. Die neue Maschinenarchitektur von Schubert integriert die Antriebstechnik direkt in die Maschinenstruktur und nutzt dafür die schaltschrankfreie Servo-Antriebsplattform ctrlX DRIVE cabinet-free von Bosch Rexroth zusammen mit Servomotoren der Serien MS2N und MS2S.
Der dezentrale Automatisierungsansatz soll flexiblere Maschinenlayouts und eine einfachere Skalierung von Verpackungssystemen ermöglichen. Im Vergleich zu früheren Maschinengenerationen werden deutlich mehr Antriebskomponenten direkt in die Maschine integriert, anstatt in erweiterten Kabelkanälen untergebracht zu werden.
Die skalierbare Antriebsplattform unterstützt Konfigurationen von Einzelachsen- bis Doppelachsgeräten mit unterschiedlichen Leistungsklassen. Dadurch können Maschinenbauer Antriebssysteme an die jeweiligen Anforderungen einzelner Module anpassen und gleichzeitig die Integration verschiedener Verpackungsmaschinenkonfigurationen vereinfachen.
Die Architektur unterstützt außerdem verschiedene Topologien, darunter lineare, Stern- und T-Topologien. Dadurch lassen sich Maschinenmodule in modularen Automatisierungssystemen freier kombinieren und erweitern.
Gemeinsamer DC-Link verbessert Energienutzung
Die neue Maschinenarchitektur verbindet die Antriebe über einen gemeinsamen DC-Link, wodurch ein Energieaustausch zwischen den Achsen während des Betriebs möglich wird. Bremsenergie einer Achse kann somit von einer anderen Achse genutzt werden, anstatt über herkömmliche Rekuperationssysteme verloren zu gehen.
Eine zentrale Stromversorgung gleicht die Energieverteilung innerhalb der Maschine aus, während die geregelte DC-Link-Spannung auch bei schwankenden Netzbedingungen einen stabilen Maschinenbetrieb unterstützt. Nach Angaben der Unternehmen reduziert dieser Ansatz Umwandlungsverluste und verbessert die Gesamtenergieeffizienz der Maschine.
Die dezentrale Servo-Antriebskonfiguration reduziert zudem den Installationsaufwand durch den Einsatz von Doppelachsgeräten und dezentralen Stromversorgungen, was kompaktere Maschinenkonstruktionen und eine vereinfachte Integration ermöglicht.
Entwicklungspartnerschaft für modulare Automatisierungssysteme
Schubert war als Lead-Kunde an der Entwicklung der neuesten schaltschrankfreien Antriebsgeneration von Bosch Rexroth beteiligt. Beide Unternehmen arbeiteten bei der Systemvalidierung und bei Tests unter realen Bedingungen von Verpackungsmaschinen eng zusammen, bevor die Technologie eingeführt wurde.
Schubert präsentierte die neue Generation modularer Verpackungsmaschinen auf der interpack 2026, die vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf stattfand. Die Maschinenarchitektur wurde so ausgelegt, dass sie zukünftige Funktionserweiterungen, größere Maschinenkonzepte und zusätzliche Leistungsklassen innerhalb modularer Verpackungsautomatisierung unterstützt.
Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
www.boschrexroth.com

