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GROB stellt flexible Roboterzelle für automatisierte Bearbeitung vor
Modulares Automatisierungssystem ermöglicht skalierbare Serienproduktion mit reduzierten Ausfallzeiten, integrierter Planung und Kompatibilität mit mehreren 5-Achs-Bearbeitungszentren.
www.grobgroup.com

Für die industrielle Bearbeitung, die Automobilfertigung und die Produktion von Präzisionskomponenten präsentierte GROB-WERKE eine modulare Roboterzelle, die darauf ausgelegt ist, die Leistung zu steigern und gleichzeitig die Stückkosten durch automatisierte Teilehandhabung und integrierte Produktionssteuerung zu senken. Das System kombiniert einen 6-Achs-Industrieroboter, flexible Zuführkonfigurationen und digitale Planungstools, um hochvolumige, mannlose Fertigungsumgebungen zu unterstützen.
Die Lösung wurde auf der Hausausstellung des Unternehmens unter dem Motto „100 Jahre GROB“ vorgestellt, bei der eine Reihe von Automatisierungstechnologien im Live-Betrieb demonstriert wurde.
Flexible Automatisierung für Mehrmaschinenumgebungen
Die Roboterzelle ist so ausgelegt, dass sie mit einem oder zwei 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren verbunden werden kann, einschließlich der Modelle G150, G350a und G350. Dies ermöglicht es Herstellern, das System an unterschiedliche Produktionsstrategien anzupassen, unabhängig davon, ob der Fokus auf der Einzelteilbearbeitung oder der parallelen Verarbeitung über mehrere Maschinen liegt.
Ihre modulare Konfiguration unterstützt unterschiedliche Losgrößen und Bauteilgeometrien, wodurch sie sich für Branchen eignet, die häufige Produktionsanpassungen erfordern. Durch die gleichzeitige Maschinenbedienung reduziert das System Leerlaufzeiten und erhöht die Spindelauslastung, was sich direkt auf den Durchsatz auswirkt.

Robotergestützte Handhabung mit kamerabasierter Ausrichtung
Im Kern des Systems befindet sich ein 6-Achs-Industrieroboter von FANUC, der je nach Anwendungsanforderungen mit einem Einzel- oder Doppelgreifer ausgestattet ist. Die Integration einer kamerabasierten Positionierung gewährleistet eine präzise Ausrichtung von Euro-Paletten und Rollwagen während der Be- und Entladevorgänge.
Diese visuell unterstützte Handhabung reduziert Positionierungsfehler und verkürzt die Nebenzeiten, insbesondere in verlängerten mannlosen Produktionszyklen. Der Ansatz verbessert die Prozesszuverlässigkeit in kontinuierlichen Abläufen, in denen manuelle Eingriffe begrenzt sind.
Konfigurierbares Zuführsystem für unterschiedliche Produktionsanforderungen
Das Zuführsystem ist so konzipiert, dass es eine, zwei oder vier Beladepositionen aufnehmen kann, wodurch eine Anpassung an unterschiedliche Produktionsvolumina möglich ist. Anwender können je nach Teilegröße und logistischen Anforderungen zwischen Euro-Paletten, Gitterboxen oder einem optionalen Schubladenmodul wählen.
Diese Konfigurierbarkeit ermöglicht es Herstellern, den Materialfluss anzupassen, ohne das gesamte System neu gestalten zu müssen. Trotz dieser Flexibilität behält die Roboterzelle eine kompakte Stellfläche bei und unterstützt die Integration in bestehende Shopfloor-Layouts, in denen Platzbeschränkungen eine Rolle spielen.

Integrierte Software für Produktionstransparenz
Eine Schlüsselkomponente des Systems ist die Steuerungssoftware GROB4Automation, die eine visuelle Organisation von Produktionsaufträgen und integrierte Planungsfunktionen bietet. Die Software unterstützt die Terminplanung und Überwachung von Bearbeitungsprozessen und hilft Bedienern, komplexe Arbeitsabläufe effizienter zu verwalten.
Durch die Strukturierung von Produktionsdaten und die Vereinfachung der Benutzerinteraktion reduziert das System die Rüstzeiten und ermöglicht längere mannlose Produktionsphasen, während gleichzeitig die Transparenz über alle Abläufe hinweg erhalten bleibt. Dies ist besonders relevant für Betriebe, die darauf abzielen, begrenzte personelle Ressourcen mit steigenden Produktionsanforderungen in Einklang zu bringen.
Positionierung im Kontext sich wandelnder Fertigungsanforderungen
Die Einführung dieser Roboterzelle spiegelt breitere Branchentrends hin zu modularer Automatisierung und digital unterstützter Fertigung wider. Angesichts des zunehmenden Drucks, Kosten zu senken, dem Fachkräftemangel zu begegnen und gleichzeitig Flexibilität zu bewahren, werden standardisierte und dennoch konfigurierbare Systeme zunehmend verbreitet eingesetzt.
In diesem Kontext bietet das System einen skalierbaren Ansatz zur Automatisierung, der schrittweise in bestehende Produktionslinien integriert werden kann. Seine Kompatibilität mit etablierten Bearbeitungsplattformen und anpassbaren Zuführkonfigurationen positioniert es als praktische Option für Hersteller, die ihre Automatisierung erweitern möchten, ohne umfangreiche Infrastrukturänderungen vorzunehmen.
Während der Hausausstellung präsentierte GROB-WERKE zudem weitere Automatisierungslösungen, darunter rotierende Palettenspeichersysteme, lineare Palettenspeichersysteme sowie weitere Roboterzellen für unterschiedliche Produktionsszenarien, und unterstrich damit seinen Ansatz zur durchgängigen Integration der Fertigung.
Bearbeitet von der Industriejournalistin Natania Lyngdoh — Adaptiert durch KI.
www.grobgroup.com
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