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Vision Components stellt Edge-AI-Kameramodule vor

Neue Embedded-Vision-Systeme kombinieren integrierte Verarbeitung, hochauflösende Sensoren und MIPI-Schnittstellen für industrielle Bildverarbeitung und Edge-Analytics-Anwendungen.

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Vision Components stellt Edge-AI-Kameramodule vor

Embedded-Vision-Systeme entwickeln sich zunehmend in Richtung kompakter, integrierter Architekturen, die Sensorik und Verarbeitung direkt am Edge zusammenführen und damit Latenzen sowie die Systemkomplexität in industriellen und KI-gestützten Anwendungen reduzieren. In diesem Kontext wird Vision Components die VC EvoCam sowie zwei neue MIPI-Kameramodule auf dem Embedded Vision Summit 2026 präsentieren, der vom 11. bis 13. Mai in Santa Clara, Kalifornien, stattfindet.

Integrierte Bildverarbeitung in kompakter Bauform
Die VC EvoCam ist ein Embedded-Vision-System auf Board-Ebene, das Bildaufnahme und -verarbeitung in einem Formfaktor von 65 × 40 mm vereint. Sie integriert den MediaTek Genio 510 Prozessor und ermöglicht damit die direkte Verarbeitung von Bilddaten für Edge-AI-Anwendungen ohne zusätzliche externe Recheneinheiten.

Das System unterstützt verschiedene Konfigurationen, darunter integrierte Bildsensoren oder bis zu zwei kabelgebundene Remote-Kameraköpfe. Erste Varianten umfassen den Sony IMX900 Global-Shutter-Sensor mit einer Auflösung von 3,2 Megapixeln. Die Prozessorarchitektur kombiniert zwei ARM Cortex-A78 Kerne und vier Cortex-A55 Kerne, ergänzt durch eine ARM Mali GPU sowie eine NPU mit einer Rechenleistung von 3,2 TOPS.

Zur Ausstattung gehören bis zu 2 GB RAM und 16 GB Flash-Speicher, erweiterbar über SD 3.0, wodurch kontinuierliche Bildverarbeitung und Datenspeicherung unterstützt werden. Das System arbeitet mit einem angepassten Debian-Linux-Betriebssystem, in dem grundlegende Bildverarbeitungsfunktionen sowie Demoanwendungen bereits integriert sind.

Für die Integration stellt die VC EvoCam einen 100-poligen Board-to-Board-Steckverbinder bereit, der Schnittstellen wie I/O, I²C, USB, Ethernet, Video DSI und PCIe zugänglich macht. Parallel zum Serienstart im dritten Quartal 2026 ist eine minimal ausgestattete Interface-Platine mit Stromversorgung, Trigger- und Flash-Steuerung sowie USB- und LAN-Anschluss vorgesehen. Ergänzend folgt ein erweitertes Development-Kit zur Prototypenentwicklung mit vollständigem Zugriff auf alle Signale.


Vision Components stellt Edge-AI-Kameramodule vor
Das neue VC MIPI IMX540 Global-Shutter-Kameramodul bietet eine Auflösung von 24,5 Megapixeln und eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen in der Bildverarbeitung und KI.

Erweiterung des MIPI-Kameraangebots für Edge-AI-Systeme
Neben der EvoCam wird Vision Components zwei neue MIPI-Kameramodule präsentieren, die auf hochauflösende Bildverarbeitung und Edge-Processing-Anwendungen in industriellen Vision-Systemen und datengetriebenen Umgebungen ausgelegt sind.

Die VC MIPI AR2020 ist das erste Modul des Unternehmens mit einem Sensor von Onsemi und integriert den AR2020 aus der Hyperlux-LP-Familie. Der Rolling-Shutter-Sensor bietet eine Auflösung von 20 Megapixeln (5.120 × 3.840 Pixel) bei bis zu 24 Bildern pro Sekunde im 10-Bit-Modus. Seine Empfindlichkeit reicht bis in den Nahinfrarotbereich (NIR), wodurch er sich für Inspektions-, Überwachungs- und KI-basierte Erkennungsaufgaben unter variierenden Lichtbedingungen eignet. Das Modul ist in monochromen und Farbvarianten verfügbar und für energieeffiziente Embedded- und IoT-Anwendungen ausgelegt.

Die VC MIPI IMX540 verwendet einen Global-Shutter-Sensor aus der Sony-Pregius-S-Serie im 1,2-Zoll-Format mit einer Pixelgröße von 2,74 µm. Sie erreicht eine Auflösung von 24,5 Megapixeln (5.328 × 4.608 Pixel) bei 22 Bildern pro Sekunde im 8-Bit-Modus. Die Global-Shutter-Technologie ermöglicht verzerrungsfreie Aufnahmen schnell bewegter Objekte und eignet sich für Anwendungen wie Robotik, Qualitätsprüfung sowie die Erkennung von Personen und Objekten in KI-Systemen.

Modulares Ökosystem für Entwicklung und Integration
Beide neuen MIPI-Kameras sind Teil des bestehenden VC-MIPI-Ökosystems, das mehr als 50 unterstützte Bildsensoren sowie eine standardisierte Entwicklungsumgebung umfasst. Für alle Module stehen quelloffene Treiber zur Verfügung, die eine Integration in verschiedene Embedded-Plattformen ermöglichen.

Das VC MIPI Bricks System erweitert dieses Ökosystem um Zubehör für Systemdesign und Serienintegration. Dazu gehören Micro-Coax- und GMSL2-Kabel für Übertragungsdistanzen von bis zu 10 Metern sowie FPGA-basierte Beschleuniger, die direkt in den MIPI-Datenstrom integriert werden können, um Vorverarbeitungsaufgaben zu übernehmen. Darüber hinaus werden kundenspezifische Kamerakonfigurationen einschließlich Optik und Kalibrierung unterstützt.

Einordnung in Edge-AI- und Embedded-Vision-Architekturen
Die Kombination aus integrierter KI-Verarbeitung in der VC EvoCam und hochauflösenden MIPI-Kameramodulen spiegelt die zunehmende Verlagerung hin zu dezentralen, intelligenten Embedded-Vision-Systemen wider. Durch die lokale Verarbeitung von Bilddaten lassen sich Reaktionszeiten verkürzen und Anforderungen an zentrale Recheninfrastruktur reduzieren.

Die geplante Präsentation dieser Systeme auf dem Embedded Vision Summit zeigt Ansätze zur Standardisierung modularer Hardware- und Softwareplattformen für skalierbare Edge-AI-Anwendungen in Bereichen wie industrielle Automatisierung, Robotik und intelligente Inspektionssysteme.

Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

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