Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil

automation-de.com

OMRON stellt VHV5-SRV für die Inline-Barcode-Verifizierung vor

Neues System ermöglicht eine ISO-konforme 100-%-Barcodeprüfung bei Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 1.200 Teilen pro Minute.

  industrial.omron.eu
OMRON stellt VHV5-SRV für die Inline-Barcode-Verifizierung vor

OMRON Automation hat sein Barcode-Verifizierungssystem VHV5-SRV vorgestellt, eine Inline-Lösung für die Echtzeit-Qualitätskontrolle von 1D- und 2D-Codes in den Branchen Life Sciences, Pharma, Lebensmittel, Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrt. Das System überwacht die Barcodequalität direkt auf der Förderlinie und ermöglicht eine kontinuierliche Inspektion, um Qualitätsverluste, unlesbare Markierungen oder nicht normgerechte Formate sofort während des Produktionsprozesses zu erkennen.

Übergang von Stichprobenkontrollen zu kontinuierlicher Qualitätsüberwachung
In der industriellen Fertigung basiert die Qualitätskontrolle von Barcodes traditionell auf manuellen Offline-Stichprobenprüfungen, die zu Beginn oder am Ende eines Produktionslaufs durchgeführt werden. Diese Vorgehensweise führt häufig dazu, dass schleichende Verschlechterungen der Druckqualität, unlesbare Codes oder nicht normgerechte Markierungen erst erkannt werden, nachdem eine gesamte Charge verarbeitet, ausgeliefert oder von nachgelagerten Logistikprozessen zurückgewiesen wurde.

Das VHV5-SRV integriert diesen Qualitätskontrollmechanismus direkt in den laufenden Produktionsprozess. Jede Markierung wird unmittelbar nach dem Druck oder der Applikation auf das Bauteil analysiert. Dadurch können Qualitätsteams Abweichungen in der Markierungsqualität sofort erkennen und die Markierungsparameter anpassen, bevor fehlerhafte Produkte den weiteren Produktionsablauf durchlaufen. Für Branchen mit strengen regulatorischen Anforderungen gewährleistet dieser Ansatz die notwendige Datenkontinuität für die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen und Verpackungen.

Technische Validierung und internationale Standardisierung
Um eine reproduzierbare Lesbarkeit entlang der digitalen Lieferkette sicherzustellen, wird die Codequalität anhand definierter internationaler Standards bewertet. Das System verifiziert lineare 1D-Barcodes gemäß ISO/IEC 15416 und zweidimensionale 2D-Matrixcodes gemäß ISO/IEC 15415. Für direkt auf Bauteilen angebrachte Markierungen, wie sie in der Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrt üblich sind, erfolgt die Bewertung nach den Kriterien der ISO/IEC TR 29158 für Direct Part Marking (DPM).

Neben der geometrischen und optischen Analyse überprüft das Gerät Datenstrukturen und Syntax entsprechend den globalen GS1-Anforderungen, um Formatierungsfehler bereits vor dem Versand zu vermeiden. Zur Einhaltung der ISO/IEC-Verifizierungsstandards wird das System mithilfe einer externen Kalibrierkarte eines Drittanbieters kalibriert und liefert dadurch eine objektive, standardisierte Bewertung anstelle einer nicht kalibrierten Software-Schätzung.

Hochgeschwindigkeitsinspektion und optische Anpassungsfähigkeit
Das Kamerasystem ist für Verifizierungen bei Durchsatzraten von bis zu 1.200 Teilen pro Minute ausgelegt, sodass die Qualitätsprüfung nicht zum Engpass in der Produktion wird. Um Schwankungen durch komplexe Oberflächengeometrien auszugleichen, unterstützt die Hardware sowohl interne als auch externe Beleuchtungskonfigurationen. Diese Flexibilität ermöglicht kontrastreiche Bildaufnahmen auf stark reflektierenden, gekrümmten oder unregelmäßigen Oberflächen, wie sie bei metallischen Automobilteilen oder flexiblen Lebensmittelverpackungen vorkommen.

Da Dekodierung und zertifizierte Verifizierung in einem einzigen Gerät vereint sind, kann das System bestehende Barcode-Lesegeräte im Rahmen von Modernisierungsprojekten direkt ersetzen.

Zusätzlicher Kontext:
Dieser Abschnitt enthält detaillierte technische Spezifikationen und Benchmarks im Vergleich zum Wettbewerb, die in der ursprünglichen Produktankündigung nicht enthalten waren.

Im Markt für industrielle Inline-Barcode-Verifizierung steht das System in direktem Wettbewerb mit etablierten Lösungen wie der Cognex DataMan 475V-Serie. Beide Plattformen unterstützen die zentralen internationalen Standards ISO/IEC 15415, ISO/IEC 15416 und ISO/IEC TR 29158 für gedruckte Etiketten und Direct-Part-Marking-Anwendungen.

Ein wesentlicher technischer Unterschied liegt in der optischen Architektur und der Bildverarbeitung. Während die Cognex-Plattform eine feste Vier-Quadranten-Beleuchtung in einem Winkel von 45 Grad nutzt, um die physikalischen Anforderungen der ISO-Normen zu erfüllen, setzt OMRON auf integrierte Transformationssoftware zur Oberflächenkorrektur sowie Flat-Field-Correction-Technologie. Dieser digitale Ansatz kompensiert dynamisch Beleuchtungs- und Pixelabweichungen über das gesamte Sichtfeld hinweg, insbesondere auf unregelmäßigen Oberflächen.

Hinsichtlich des Durchsatzes erreicht die VHV5-Plattform bei der Standarddekodierung mithilfe ihrer Multi-Core-Prozessoren bis zu 4.000 Teile pro Minute, während die vollständig zertifizierte Inline-Verifizierung nach ISO-Kriterien mit bis zu 1.200 Teilen pro Minute ausgelegt ist. Diese hohe Verifizierungskapazität macht das System besonders geeignet für schnelle Verpackungs- und Montagelinien, bei denen eine 100-%-Prüfung ohne zusätzliche mechanische Verzögerungen erforderlich ist.

Bearbeitet von Natania Lyngdoh, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

www.automation.omron.com

  Fordern Sie weitere Informationen an…

LinkedIn
Pinterest

Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil