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Lineardirektachsen für hochdynamische Automatisierungssysteme

SCHUNK erweitert das SLD-Portfolio um SLD Mini und SLD Midi zur Beseitigung von Taktzeitengpässen in hochdynamischen Montageprozessen.

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Lineardirektachsen für hochdynamische Automatisierungssysteme

Moderne Hochgeschwindigkeits-Montage- und Handhabungsprozesse stoßen häufig an Durchsatzgrenzen, die durch mechanisches Spiel, Riemenelastizität und große Einbauräume traditioneller zahnriemen- oder kugelgewindetriebbasierter Lineareinheiten verursacht werden. In Branchen wie der Elektronikfertigung, der Batteriemontage für die Elektromobilität und der Medizintechnikfertigung benötigen Fertigungsingenieure Bewegungssysteme, die hohe Beschleunigungswerte mit minimalem Bauraum kombinieren, um die Flächeneffizienz zu optimieren. SCHUNK begegnet diesen betrieblichen Herausforderungen durch die Erweiterung seines Portfolios an Lineardirektachsen um die Baureihen SLD Mini und SLD Midi.

Konstruktive Architektur und dynamische Leistungsdaten
Die Achsen SLD Mini und SLD Midi integrieren sowohl den Lineardirektantrieb als auch das optische beziehungsweise magnetische Wegmesssystem unmittelbar in das mechanische Achsprofil. Durch den Verzicht auf zwischengeschaltete Übertragungselemente wie Getriebe, Kupplungen und Zahnriemen eliminiert der Direktantrieb mechanisches Spiel und verringert die Positionshysterese. Dieser integrierte Aufbau vermeidet externe Störkonturen und ermöglicht Konstrukteuren die eng verschachtelte Anordnung mehrerer Achsen in kompakten Maschinengestellen.

Die dynamischen Kennwerte umfassen Beschleunigungen von bis zu 100 m/s² sowie Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu 5 m/s. Diese Parameter verkürzen die Taktzeiten bei Pick-and-Place-Vorgängen signifikant. SCHUNK fertigt die Achsen in unterschiedlichen Bau- und Motorgrößen, sodass Maschinenbauer die Motorauslegung präzise auf bewegte Massen, thermische Lastzyklen und bauliche Vorgaben abstimmen können.

Integration in mehrachsige Handhabungsprozesse
Lineardirektachsen dienen als mechanische und kinematische Basis sowohl für einachsige Transferbewegungen als auch für koordinierte kartesische Mehrachsportale. Innerhalb einer automatisierten Fertigungszelle lassen sich die Achsen direkt mit Greifwerkzeugen, Schwenkmodulen und Prozessmesstechnik verbinden. In der Präzisionselektronikfertigung übernehmen die Achsen beispielsweise den primären Bauteiltransport, während elektrische Parallelgreifer die Positionierung durchführen und Kraft-Momenten-Sensoren die Fügekräfte überwachen, um Bauteilbeschädigungen zu vermeiden.

Um die Inbetriebnahme komplexer Pick-and-Place-Aufgaben mit ungeordneten Teilen zu beschleunigen, ist die Hardware an Bildverarbeitungssysteme wie das KI-basierte 2D Grasping Kit angebunden. Die maßliche Auslegung und kinematische Überprüfung erfolgen bereits vor der mechanischen Montage über digitale Konfigurationstools und anwendungsspezifische Produktfinder, wodurch sichergestellt wird, dass thermische und mechanische Belastungen innerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen bleiben.

Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbs-Benchmarking, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten sind.

Direkt angetriebene Linearachsen arbeiten nach dem Prinzip permanenterregter Synchron-Linearmotoren (PMSLM), bei denen die feststehende Magnetbahn als Sekundärteil und der bewegte Spulenschlitten als Primärteil fungiert. In der industriellen Präzisionsautomatisierung konkurrieren Lineardirektantriebe vor allem mit steigungstreuen, geschliffenen Kugelgewindetrieben und pneumatischen kolbenstangenlosen Zylindern im oberen Leistungssegment. Während Kugelgewindetriebe eine hohe Vorschubkraftdichte bei geringeren Beschaffungskosten bieten, werden ihre Verfahrgeschwindigkeiten durch die kritische Spindeldrehzahl (Schwingneigung) und die Spindelsteigung mechanisch begrenzt, was die Geschwindigkeit über längere Hübe zumeist auf Werte unter 1,5 bis 2 m/s limitiert.

Vergleichbare dynamische Direktantriebsmodule im europäischen Industriemarkt sind unter anderem die Baureihe Festo ELGD-DIS, die Linearmotorführungen von LinMot sowie die eisenbehafteten Linearmotortische der Baureihe HIWIN LMC. Lösungen von Festo und LinMot zielen ebenfalls auf das schnelle Handling leichter bis mittelschwerer Bauteile ab und erreichen typischerweise Beschleunigungen zwischen 50 und 100 m/s² sowie Geschwindigkeiten von 3 bis 5 m/s. Direktantriebssysteme nutzen Linear-Encoder mit Auflösungen im Submikrometerbereich (häufig über digitale Schnittstellen wie BiSS-C oder DRIVE-CLiQ), um eine hohe bidirektionale Wiederholgenauigkeit zu erzielen, die typischerweise im Bereich von ±0,005 mm bis ±0,001 mm liegt. Die wesentliche konstruktive Herausforderung bei der Integration von Direktantrieben bleibt das Wärmemanagement: Ein dauerhafter Betrieb mit hohen Taktzyklen erfordert eine ausreichende Wärmeableitung über das Maschinengestell, damit thermische Dehnungen die Positioniergenauigkeit nicht beeinträchtigen.

Redaktionell bearbeitet von Evgeny Churilov, Induportals Media – Angepasst durch KI.

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